Eigene Abfüllungen

Seit Juli 2013 lasse ich als unabhängiger Abfüller in Schottland Anteile von durch mich persönlich ausgesuchten Einzelfässern höchster Qualität abfüllen. Diese werden dann importiert, mit meinem eigenen Label „Paul’s Prime“ etikettiert und von mir vertrieben. Jede dieser Premium-Abfüllungen ist streng limitiert und zeichnet sich durch einen jeweils besonderen und stets außergewöhnlichen Charakter aus, wobei jedoch auch die Brennerei-Noten stets unverkennbar vorhanden sind und bleiben.

Bisherigen Abfüllungen Wenn Sie Paul’s Prime Whisky erwerben wollen, schicken Sie Ihre Bestellung einfach per Mail an mich. Ich schicke Ihnen dann eine Rechnung und nach Zahlungseingang (zuzüglich 7 € Versandkosten) wird die Ware verschickt.

Meine bisherigen Abfüllungen

Paul’s Prime Mackmyra aged 8 years and 8 days

Paul’s Prime Mackmyra aged 8 years and 8 days
Region: Schweden

8 Jahre und 8 Tage alt

destilliert 15. April 2010

Erstreifung in Valbo, Schweden: Bourbon Barrel

umgefüllt: April 2014

Zweitreifung auf Gut Basthorst, Schleswig-Holstein: Gravity Octave

abgefüllt 23. April.2018

52,7 % vol. Fassstärke

ohne Farbstoff, nicht kühl gefiltert

limitiert auf 42 Flaschen

Verkostungsnotizen

Nase: Anfangs eine süße Verheißung von Vanillekipferln, Honigmandeln und noch warmen Apfelkuchen mit Rosinen, gefolgt von einem Anflug dunklen Edelkakao und fein malzigen Röstaromen. In der zweiten Nase dann erst die Mackmyra-typischen Waldaromen von Tannennadeln, Baumharz und skandinavischer Eiche, dahinter eine Ahnung von Kirschen, Zwetschgen, weißen Johannis-, Molte- und Stachelbeeren sowie Schwarztee mit Zitrus und Bergamotte. Zum Ende hin ein hauchzart schwelender Holzrauch gepaart mit hellem Leder, leicht würzigem Pfeifentabak und den erdig-warmen Noten eines von Laub und Moos bedeckten Waldbodens in mittsommerlicher Morgensonne.

Gaumen:Zunächst wie bei der ersten Nase sanft und süß wie ein cremiger Butterkuchen mit Rosinen und geschmorten Äpfeln. Für eine Fassstärke erstaunlich ist der Alkohol am Anfang kaum merklich, erst langsam wird er etwas spürbarer, ohne dabei je dominant zu werden. Es folgt ein hell-wärmend-wohliges Potpourri, das auf der Zunge den Aromen-Reigen der zweiten Nase zelebrierend wiederholt und mit weißer Schokolade, Kaffeesahne und Königsberger Marzipan sowie Williams-Birne Butterscotch und Honigmelone auf komplexe Weise variiert und dabei hervorragend durch den Einfluss der skandinavischen Eiche des Gravity Casks ausbalanciert wird. Mit etwas Wasser intensiviert sich noch einmal die erneut wiederkehrende Assoziation von Rührkuchen, Apfelringen, Waldbeeren und hellem Tabak.

Finish:Im Abgang warm mit einem lang andauernden Nachhall von Eiche, Apfelkuchen, Beeren, Pfeifentabak und Waldhonig.

Kommentar:Aufgrund des günstigeren Oberflächen-Volumen-Verhältnisses im nur 30 Liter kleinen Octave-Fass reifte dieser in Schweden gebrannte Single Malt während seiner zweiten Lagerungsperiode in Schleswig-Holstein deutlich schneller und intensiver als dies in normalgroßen Fässern der Fall gewesen wäre und beschert so eine für die jungen Jahre außergewöhnliche Tiefe und Komplexität. Ein herrlicher Mackmyra, der als süßer Sommer-Whisky an den schwedischen Mitsommer denken lässt.

Preis: Flasche (0,5l) 69,-€ (Bestellen)
Preis: Miniatur (0,05l) 9,-€ (Bestellen)


Paul’s Prime Mackmyra aged 7 ½ years

Paul’s Prime Mackmyra aged 7 ½ years
Region: Schweden

7 ½ Jahre alt

destilliert Mai 2010

Erstreifung in Valbo, Schweden: Bourbon Barrel

umgefüllt: Oktober 2014

Zweitreifung auf Gut Basthorst, Schleswig-Holstein: Oloroso Octave

abgefüllt November 2017

47,8 % vol. Fassstärke

ohne Farbstoff, nicht kühl gefiltert

limitiert auf 48 Flaschen

Verkostungsnotizen

Nase: Vordergründig Vanille, Holz, Honig, Kakao und Karamell. In der zweiten Nase kommen Waldaromen von Kirschen und Beerenfrüchten (Brombeere, rote Johannisbeere, Walderdbeere), Baumharz, Laub und Tannennadeln dazu. Im Hintergrund schließlich würzige und malzig-getreidige Düfte und eine Assoziation von frisch gebackenen Keksen.

Gaumen: Für eine Fassstärke sehr mild im Antritt, vom Körper her leicht ölig und mundfüllend. Zunächst intensive Sherrysüße, dazu viel Frucht (dunkle Kirschen, Waldbeeren) und winterliche Gewürze (Wacholder, Nelken, Lorbeer, Kardamon, Muskat, Orangeat und Zimt), Rumtopf und Bratapfel. Langsam kommen Noten von nicht zu dunkler Schokolade und Röstaromen wie von äthiopischem Mokka ergänzend hinzu. Erst zum Ende hin treten auf der Zunge Holz, Malz, Vanille und Karamell wieder auf und runden das Ganze wunderbar harmonisch ab.

Finish: Mittellang, trocken und wärmend, erst hier tritt der Alkohol etwas kräftiger hervor und sorgt für ein wohliges Gefühl. Im Nachhall bleiben vor allem zunächst Würze und Wacholder, wie von schwerem Rotwein und Wildsauce, danach dunkle Schokolade mit Kirsche, Karamell und Beeren.

Kommentar: Aufgrund des günstigeren Oberflächen-Volumen-Verhältnisses im nur 30 Liter kleinen Octave-Fass reifte dieser in Schweden gebrannte Single Malt während seiner zweiten Lagerungsperiode in Schleswig-Holstein deutlich schneller und intensiver als dies in normalgroßen Fässern der Fall gewesen wäre und beschert so eine für die jungen Jahre außergewöhnliche Tiefe und Komplexität. Ein wunderbarer Mackmyra, der hervorragend vor allem in die kalte Jahreszeit passt und einen ein wenig an einen winterlichen Waldspaziergang mit anschließendem Weihnachtmarktbesuch erinnern lässt.

Preis: Flasche (0,5l) 69,-€ (Bestellen)
Preis: Miniatur (0,05l) 9,-€ (Bestellen)


Paul’s Prime Nine Springs aged 3 ½ years

Paul’s Prime Nine Springs aged 3 ½ years
Region: Eichsfeld, Thüringen

3 ½ Jahre alt

destilliert 20.12.2013

abgefüllt 04.09.2017

61,6 % vol. Fassstärke

ohne Farbstoff, nicht kühl gefiltert

gereift in: Virgin American Oak Barrique

limitiert auf 66 Flaschen

Verkostungsnotizen

Nase: Als erstes intensives Eichenholz gepaart mit einer sehr sauberen und geradlinigen alkoholischen Schärfe. Dazu kommen schnell Vanille, Karamell und Lindenblütenhonig, sowie stark malzige und getreidige Noten; Leder und Tabak paaren sich mit Röstaromen wie von Caro-Kaffee und Teegebäck, dazu zarte Milchschokolade, Walnüsse und gebrannte Mandeln. Mit etwas Wasser treten dann zunächst florale (Rose, Veilchen, Lavendel) und fruchtige (Aprikose, helle Traube, Orange und Maraschino-Kirsche) Noten hervor. Zum Ende hin werden die Düfte dunkler, Pumpernickel und Schwarzbier schließen das Ganze ab.

Gaumen: Mit voller Macht explodiert dieser junge Malt sofort auf der Zunge, um Gaumen, Mund- und Rachenraum geradezu ätherisch vom Alkohol getragen mit kräftigen Aromen zu füllen und zu durchdringen. Eine leicht pfeffrige Schärfe ergänzt die wieder auftretenden Eindrücke von Honig, Nüssen, Mandeln, hellem Kaffee, Milchschokolade und geröstetem Getreide und bildet so einen spannenden Kontrast zur sich parallel entwickelnden karamellig-vanilligen Popcornsüße. Unter Zugabe von etwas Wasser wird er milder und versöhnlicher, ohne dabei an Geschmack und Aromen-Vielfalt zu verlieren, nun treten auch hier wieder blumige und zitrusfrische Noten und eine helle Fruchtigkeit von Äpfeln, Aprikosen, Trauben, Süßkirschen, Erdbeeren und Quitten dazu. Der getreidige Grundton erinnert jetzt an einen frisch gebackenen Butterkuchen.

Finish: Sehr lang und intensiv wärmend. Mit einem tiefen Unterton von Holz und einer zarten Ahnung von Rauch bleibt das von jetzt deutlich Kaffee-lastigeren Röstaromen und nun dunklerer Schokolade untermalte Wechselspiel zwischen leichter Schärfe und heller Süße noch eine ganze Weile erhalten und endet dabei letztlich auf harmonische Weise unentschieden.

Kommentar: Die im Eichsfeld gelegene Spirituosenmanufaktur No. 9, die den Nine Springs herstellt, ist eine Tochter der 150 Jahre alten Traditionsbrauerei Neunspringe und kann dadurch auf einen gewaltigen Erfahrungsschatz übers Mälzen und auch über Fasslagerung zurückgreifen. Das abgefüllte Fass ließ einen unerwartet intensiven Whisky von außergewöhnlicher Qualität frei, der gleich zweierlei Vorurteile letztgültig widerlegt und somit eindrucksvoll beweist, dass erstens einige deutsche Destillerien durchaus auch Single Malts von hervorragender Qualität produzieren, und dass zweitens auch ein noch nicht einmal vier Jahre junger Whisky neben Kraft und Wildheit auch eine erstaunliche Komplexität und echten Tiefgang aufweisen kann. Auch die über 60 Volumenprozent Alkoholgehalt sind hier sehr harmonisch eingebunden und wirken bei all ihrer Kraft zu keinem Moment auch nur ansatzweise spritig.

Preis: Flasche (0,5l) 66,-€ (Bestellen)
Preis: Miniatur (0,05l) 9,-€ (Bestellen)


Doppel-Abfüllung Tullibardine

Für die vorliegende Doppel-Abfüllung wurde am selben Tag im Jahr 2006 das selbe Rohdestillat aus ein und demselben Destillationsvorgang sowohl in ein frisches Ex-Bourbon-Barrel als auch in ein frisches Ex-Sherry-Butt gefüllt. Beide First Fill Fässer standen dann nebeneinander im selben Lagerhaus für ihre über 10 Jahre lange Fassreife. Schließlich wurden die beiden von mir nach voriger Verkostung erworbenen Fassanteile am selben Tag mit dem selben Quellwasser auf jeweils 52% vol. Trinkstärke gebracht und dann auf Flaschen abgefüllt.

Bisherigen Abfüllungen

Paul’s Prime Tullibardine aged 10 years First Fill Bourbon Barrel

 
Region: Highlands

10 Jahre alt, destilliert 2006, abgefüllt 2016

52 % vol.

ohne Farbstoff, nicht kühl gefiltert

gereift in: First Fill Bourbon Barrel, Single Cask

Fassanteil limitiert auf 30 Flaschen

Verkostungsnotizen

Nase: Zunächst zart geröstetes Getreide, frischer Apfelbutterkuchen mit Mandeln, dazu Williams-Christ-Birne und Rumrosinen, Karamell-Fudge und gesalzenes Popcorn, dahinter helle Beerenfrüchte (Himbeere, rote Johannisbeere, Stachelbeere).

Gaumen: Vorne gut in den Alkohol eingebundene, vanillige und leicht holzige Noten, dann zunächst intensive Röst- und Getreidearomen im Zusammenspiel mit Salzkaramell, Blockmalz und Rumfrüchtekuchen. Im Hintergrund ein zarter Rauch und leicht bittere Kräuter.

Finish: Leicht rauchig, herb und mittellang mit überreifen Beeren, dazu etwas Eiche und einer Ahnung von Wacholder und Lorbeer.

Preis: Flasche (0,7l) 90,-€ (Bestellen)


Paul’s Prime Tullibardine aged 10 years First Fill Sherry Butt

 
Region: Highlands

10 Jahre alt, destilliert 2006, abgefüllt 2016

52 % vol.

ohne Farbstoff, nicht kühl gefiltert

gereift in: First Fill Sherry Butt, Single Cask

limitiert auf 30 Flaschen

Verkostungsnotizen

Nase: Schwerer Sherryduft mit intensiven Fruchtaromen von Piemont-Kirschen, überreifen roten Trauben und Brombeeren, gepaart mit dunkler Vollmilchschokolade, dahinter etwas Zimt und Blutorange.

Gaumen: Vorne gut in den Alkohol eingebundene traubige Noten, dann zunächst vollmundig-sukkulent Sherry und Schokolade. Es folgen erneut dunkle Kirschen und ein Hauch Zimt, dazu Spuren von karamellisierten Walnüssen, Malzkaffee und Tabak.

Finish: Leicht rauchig, etwas weniger herb und ein wenig länger als bei seinem Bruder aus dem Bourbon Barrel. Es bleiben Bitterschokolade, Brombeeren und dunkel gerösteter Getreidekaffee.

Preis: Flasche (0,7l) 95,-€ (Bestellen)